| Chronische Schmerzen
Chronische Schmerzzustände (Rheuma) und Bewegungseinschränkungen werden hauptsächlich, falls keine Erkrankung, keine Organschäden und keine Unfallfolgeerscheinungen vorliegen, durch chronische Verspannungen an Muskeln und Bindegewebe verursacht.
Typische Beispiele sind: Rückenschmerzen (auch bei einem Bandscheibenvorfall sind die Muskelverspannungen schmerzhafter als die Beschwerden des Vorfalls), Kreuzschmerzen, Hüftschmerzen (hier werden zu oft neue Gelenke eingebaut, denn längst nicht alle Patienten leiden an Arthrose), Po-, Beinschmerzen, Fussschmerzen, Schulter-, Nacken- und Armschmerzen...
Und sogar bei Kopfschmerzen, insbesondere bei Migräne. So gibts es Ärzte, die nun mit Botox Muskeln im Gesicht lahmlegen, um zu schauen, ob die Migräneschmerzen weggehen und wegbleiben. Siehe da - es klappt! Nun kommt das, was unverständlich ist, dem Patienten wird der Muskel herausoperiert, der für die Migräneschmerzen verantwortlich war.
Der Arzt zeigt seinem Patienten nicht, wie er seine Muskeln im Gesicht, auf dem Kopf, lockern kann, damit sie geschmeidig und weich werden und bleiben. Das selbstverständlich OHNE Botox!
So könnten wir unzählige Beispiele aufzeichnen. Schmerzen werden mit Medikamenten, mit Spritzen und Operationen bekämpft. Es werden an und für sich komplett gesunde Muskeln, Gewebefleisch, Sehnen, Knochen und auch Nerven... auf massivste Art behandelt, betäubt (lahmgelegt mit höchst zweifelhaftem Gift, vor allem Botox, Cortison) weggeschnitten und herausoperiert. Zu Beginn steht immer das Medikament - gegen die Nebenwirkungen ein weiteres Medikament usw.
Andere Schmerzpatienten werden zum Seelendoktor geschickt. An und für sich nicht falsch. Doch dem Patienten wird das nicht erklärt und so geht er nur widerwillig, wenn er überhaupt geht... Der Seelendoktor, na ja, er macht das was er vor 100 Jahren gelernt hat. Gespräche führen, wobei er mehr schweigt als spricht... Der Patient soll erzählen, seine Kindheit aufarbeiten usw. Das Ergebnis nach mehreren Therapiesitzungen: Der Schmerz bleibt, kommt und geht, wie es ihm passt.
Eine grosse Anzahl von Schmerzpatienten gehen zum Chiropraktiker oder zu chinesischen Klinik- und Therapiepraxen (Akupunktur, Schröpfen usw.). Andere besuchen Geistheiler, Handaufleger oder versuchens in der Kinesiologie, mit anderen Methoden, wie auch Klangschalentherapie usw. Es gibt ja genügend Möglichkeiten sein Geld auszugeben.
Die eine oder andere Methode hat auch Erfolg. Leider nur kurzfristig. Die Patienten liegen in der Regel bequem, es wird mit ihnen gesprochen, sie erzählen... Es folgt beispielsweise eine Akupunktur. Der Körper und Geist des Schmerzpatienten kann so entspannen. Schmerzen werden gelindert, nicht wegen den Akupunkturnadeln, wie immer erzählt wird, auch nicht wegen seinem inneren Fluss, seiner fliessenden oder nicht fliessenden Energie, sondern schlicht und einfach an der ENTSPANNUNG und an der Berührung! Nichts gegen Handaufleger, denn vielen Menschen fehlt einfach und tatsächlich die menschliche Wärme, die warme Hand einer Person.
Liegt die Verspannung jedoch tiefer und sind die Muskeln so stark dauerkontrahiert, braucht es mehr als nur «oberflächliche zaghafte» Methoden.
Keinesfalls jedoch ein Muskelaufbautraining. Das würde die Muskeln noch mehr verkrampfen, dauerkontrahieren und stahlhart machen. Die harten Muskeln drücken auf andere Muskeln, auch Nerven, Sehnen, Knochen usw. So entstehen z.B. die äusserst schmerzhaften Ischiasbeschwerden. Ein gesunder, funktionstüchtiger Muskel ist, wenn er nicht in Anspruch genommen werden muss, weich und locker.
Wieso werden Muskeln hart und dauerkontrahieren - auch bei Sportlern,
Bodybuilder usw?
Die Muskeln sind nicht da, um sie aufzutrainieren, mit Dopingmitteln aufzupumpen bis sie schier aus dem Körper platzen. Sie sind aber auch nicht da, um sie zu schonen und gar nichts zu machen.
Ein gutes Körpergefühl, ein gutes Bauchgefühl, reinhorchen und reinschauen in den Körper wäre gut und ist erfolgreich. Um ein gutes Körpergefühl zu haben oder zu bekommen gehört nicht nur der Umgang mit dem Körper - also die Bewegungen - sondern auch die gesunde Ernährung. Nur mit einem leichten Kopf, und den bekommen sie mit entsprechend gesunder Ernährung, können Sie Ihr Körpergefühl spüren...
Wir waren aber noch bei den Gründen, wieso haben so viele Menschen chronisch harte Muskeln, die so starke Schmerzen auslösen.
Das liegt an der Lebensweise jedes einzelnen Menschen:
- Zu wenig oder gar keine Bewegung
- Wenig Bewegung und dann plötzlich Action
- Extreme Bewegungen, Extremsport
- Therapien und Fitsnesscenter-Besuche ohne (sehr) langsam zu beginnen
- Falsche Übungen (sogar unter Therapieaufsicht)
- usw.
Weitere Faktoren kommen hinzu:
- Stress (beruflich und privat)
- Körperliche und geistige Überforderung
- Unzufriedenheit
- Ärger
- Alkoholsucht
- Ängste
- Depressionen
- Medikamente
- immer mehr Ernährung (Industrie-Food, künstliche Getränke, Fleisch, Fisch)
- usw.
All diese Eigenschaften führen dazu, dass der Körper reagiert, er schickt eigentlich kleine und grössere Warnzeichen, die leider in der Regel nichts bewirken. Der Körper muss funktionieren wie eine Waschmaschine. Basta!
So entstehen dann Muskelverhärtungen, Muskelfehlspannungen am Laufmeter. Immer mehr Muskeln werden dauerkontrahiert... Pressen z.B. die Lendenwirbel so stark zusammen, dass Bandscheibenvorfälle entstehen können.
Was macht der Patient und sein Arzt. Sie bekämpfen die Bandscheibe(n) und den Nerv - NICHT DIE MUSKELN und die Lebenssituation des Patienten. So bleiben die Schmerzen über Jahre und Jahrzehnte.
Der Arzt behandelt nur das, was er auf Röntgen-, MRI- und CT-Bildern sieht. Was er nicht sieht existiert in der Regel für ihn nicht. So wird der Patient von Arzt zu Arzt, von Therapie zu Therapie geschickt, landet zwischendurch beim Seelendoktor und wird sehr oft als Simulant abgestempfelt.
Zurecht? Oder nicht?
Nein, das sind nur wenige, die es ausnützen, damit sie aus dem Arbeitsprozess ausscheiden können.
Es liegt ganz einfach an der Lebensweise, am Umgang mit dem Körper!
Der Schmerzpatient muss lernen und einsehen, was er mit seinem Körper macht oder besser machen kann. Er muss lernen sich zu bewegen, sich zu entspannen und er muss wissen was er machen kann, um Muskeln zu entspannen und zu lockern.
Da braucht es keine grossen Geräte, aber es braucht auch keine Medikamente, die andere noch viel stärkere Beschwerden auslösen. Und auch keine operativen Eingriffe und sind sie noch so klein oder gross...
Es braucht die Einfachheit, ein Zurückdenken an Zeiten, wo es keine Mittelchen für jedes Wehwechen gab.
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